Einweihung: Informations- und Gedenkort Rummelsburg

Nach zweijährigem, kontinuierlichem Austausch des Runden Tisches ?Gedenkort Rummelsburg? und Ausschreibung eines Gestaltungswettbewerbs wurde der Gedenkort am 12.01.2015 vom stellvertretenden Bezirksbürgermeister Dr. Andreas Prüfer, Mitgliedern des Bezirksamts sowie mit Zeitzeugen eingeweiht. Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel sprach ein Grußwort.

Differenziert in Gedenk- und Biografiestelen sowie Informationstafeln ist ein Gedenkort von der Hauptstraße über die Mittelpromenade des BerlinCampus bis zum Ufer des Rummelsburger Sees entstanden. Den Auftakt bilden 5 m hohe Gedenkstelen, welche mittels Text, Bild und unterschiedlicher Materialwahl über die Nutzung des Ortes in der jeweiligen Zeitepoche informieren. Die über den Ort verteilten Biografiestelen lassen die Zeitzeugen durch biografische Darstellungen, Zitate und Bilder zu Wort kommen. Informationstafeln, welche sich am Wegesrand vor den Gebäuden befinden, geben über diese baulichen Hüllen Auskunft.

Für die Realisierung des Gedenkortes standen 250.000 Euro aus dem Mauerfonds des Landes Berlin sowie aus Mitteln des Bezirksamts und der Senatskanzlei zur Verfügung. Dieser Gedenkort ergänzt die Berliner Geschichtsmeile und lässt die grausame Nutzung als Ort für Ausgrenzung und Verfolgung von randständigen Menschen in zwei Diktaturen nicht in Vergessenheit geraten (Ende 19 Jhd.: Arbeitslager für ein benachbartes Waisenhaus; NS-Zeiten: Städtisches Arbeits- und Bewahrungshaus; DDR-Zeiten: Haftanstalt).

Eine Smartphone-App informiert über das Gelände und hält Interviews und Dokumente bereit. Abrufbar unter: www.rummelsburg-app.de